Die Wochenmärkte in Imperia und Umgebung: Ein Einkaufsführer für den Sommer an den Ständen an der Küste und im Hinterland
Ein Besuch der Wochenmärkte an der Riviera di Ponente während der Sommersaison ermöglicht es Ihnen, in direkten Kontakt mit der landwirtschaftlichen Produktion und dem Handwerk der Region zu treten. Abseits der Handelswege der großen Handelsketten bieten diese Märkte die Möglichkeit, lokale Rohstoffe und gastronomische Spezialitäten der Provinz Imperia zu entdecken. Eine detaillierte Karte der Märkte in der Region führt Sie zu den authentischsten Ständen, an denen die Erzeuger aus dem Hinterland täglich die Früchte ihrer Arbeit anbieten.
Die wichtigsten Wochenmärkte an der Küste von Imperia
An der Küste von Imperia finden einige der größten und traditionsreichsten Märkte Westliguriens statt. Jeder Markt hat seine eigene Identität, die mit der städtebaulichen und wirtschaftlichen Geschichte der verschiedenen Orte verbunden ist.
Imperia Oneglia: Mittwoch- und Samstagvormittag
Der Wochenmarkt von Oneglia findet mittwochs und samstagsvormittags in den zentralen Bereichen rund um die Piazza Goito und in den angrenzenden Straßen statt. Er ist einer der von den Einwohnern am häufigsten besuchten Märkte für den Lebensmitteleinkauf. Der Bereich für lokale landwirtschaftliche Erzeuger ist die eigentliche Stärke: Hier versammeln sich die Erzeuger aus dem Impero-Tal, dem Val Prino und der Ebene von Albenga, die ihr in den frühen Morgenstunden geerntetes Obst und Gemüse direkt verkaufen.
Imperia Porto Maurizio: Donnerstagvormittag
Am Donnerstagvormittag verlegt sich der Markt nach Porto Maurizio und erstreckt sich entlang der historischen Via Cascione, die kürzlich größtenteils zur Fußgängerzone umgestaltet wurde. Dieser Markt hat einen intimeren Charakter als der von Oneglia und eignet sich perfekt für einen Spaziergang im Schatten der Arkaden aus dem 19. Jahrhundert. Neben den Lebensmittelständen gibt es eine gute Auswahl an Ständen mit Kleidung, Heimtextilien und Kurzwaren.
Sanremo: Dienstag- und Samstagvormittag
Auf der Piazza Eroi Sanremesi, unweit der Altstadt der „Stadt der Blumen“, findet dienstags und samstags vormittags ein großer Markt statt. Neben dem Bereich für verschiedene Waren ist der angrenzende überdachte Mercato Annonario (täglich von Montag bis Samstag geöffnet) ein Muss für alle, die typische Käsesorten, Wurstwaren, frische Kräuter und Schnittblumen suchen, die auf den Hügeln von Sanremo angebaut werden.
Ventimiglia: der Freitagsmarkt
Freitags findet in Ventimiglia einer der größten Märkte Europas statt, der sich entlang der Strandpromenade und durch die Straßen der Innenstadt erstreckt. Aufgrund der Nähe zur französischen Grenze ist der Andrang das ganze Jahr über beträchtlich, doch im Sommer empfiehlt es sich, sehr früh da zu sein. Neben Lederwaren und Kleidung bietet die nahegelegene Markthalle eine riesige Auswahl an gastronomischen Produkten aus Ligurien und dem Piemont.
Was man im Sommer auf den Märkten kaufen sollte: die besten Obst- und Gemüsesorten
Der Sommer ist die Zeit der größten Vielfalt für die Landwirtschaft im westlichen Ligurien. An den Ständen der kleinen landwirtschaftlichen Erzeuger findet man einzigartige Gemüsesorten, die auf den Terrassenfeldern im Hinterland angebaut werden:
- Die Tomate „Cuor di Bue“: Sie zeichnet sich durch ihre Größe, ihre unregelmäßige, gerippte Form sowie ihr festes Fruchtfleisch aus, das fast kein Wasser und keine Kerne enthält. Auf den Sommermärkten wird sie in verschiedenen Reifestadien verkauft; die Einheimischen bevorzugen sie noch leicht grün an den Rippen, ideal zum rohen Verzehr mit einem Schuss nativem Olivenöl extra.
- Die Zucchina „Trombetta“: typisch für den Ponente, verdankt sie ihren Namen der länglichen, gewundenen Form, die in einer Verdickung endet. Im Vergleich zu gewöhnlichen Zucchini hat sie ein extrem festes Fruchtfleisch und einen süßen, delikaten Geschmack, der an Haselnüsse erinnert. Sie wird roh in dünnen Scheiben, in der Pfanne gebraten oder als Hauptzutat in ligurischen herzhaften Kuchen verzehrt.
- Der Knoblauch aus Vessalico: Er wird im oberen Arroscia-Tal angebaut und ist ein Slow-Food-Presidio, das für sein intensives Aroma bekannt ist, dabei aber äußerst bekömmlich ist. Auf den Sommermärkten wird er in traditionellen Zöpfen (den „Reste“) verkauft, die eine optimale Lagerung der Knollen über mehrere Monate ermöglichen.
- Das Basilikum aus Genua (DOP): Auf den Sommermärkten wird es in frischen Sträußen verkauft, deren Wurzeln noch in feuchtem Papier eingewickelt sind. Man erkennt es an den mittelkleinen, gewölbten Blättern und dem Duft ohne Mentholnoten – eine wesentliche Voraussetzung für die Zubereitung von frischem Pesto im Mörser.
Lokales Kunsthandwerk und Gegenstände aus Olivenholz
Auf den Wochenmärkten an der Küste und auf einigen saisonalen Märkten in den Bergdörfern, wie beispielsweise den Märkten, die regelmäßig an Sommer-Sonntagen in Dolcedo stattfinden, gibt es auch Raum für Kunsthandwerk aus Olivenholz. Der Schnitt und die Verwertung der Olivenbäume der Sorte Taggiasca liefern einen harten, gemaserten und widerstandsfähigen Rohstoff, der sich ideal für die Herstellung von Küchenutensilien eignet:
- Schneidebretter und Mörser: Sie werden direkt aus Stammaabschnitten geschnitzt, behalten die natürliche Maserung des Holzes bei und werden ausschließlich mit Speiseöl behandelt, um ihren Glanz und ihre Wasserfestigkeit zu bewahren.
- Löffel und Pfannenwender: Handgefertigt, nehmen sie keine Gerüche von Lebensmitteln auf und sind langlebig.
- Bedruckte Stoffe: Spezialisierte Stände bieten Tischdecken und Tücher aus Leinen oder Rohbaumwolle mit Drucken an, die an traditionelle ligurische und provenzalische Motive erinnern – ein Zeugnis der historischen kulturellen und wirtschaftlichen Verbindung zwischen den beiden Seiten der Grenze.
Davides Tipp: Wenn Sie sich entschließen, die wöchentlichen Freiluftmärkte im Juli und August zu besuchen, kann die Sommerhitze schon in den frühen Morgenstunden schnell spürbar werden. Mein Rat ist, spätestens um 8:30 Uhr vor Ort zu sein. Zu dieser Zeit sind die Stände der Landwirte noch reichlich mit den besten Ernteerzeugnissen bestückt, die Temperaturen sind erträglich und ihr findet viel leichter einen Parkplatz, da viele Straßen im Stadtzentrum für den Verkehr gesperrt sind, um den Aufbau der Stände zu ermöglichen. Nehmen Sie immer wiederverwendbare Stofftaschen und Kleingeld mit: Die kleinen lokalen Erzeuger bevorzugen dies, um das Wechselgeld in den Stoßzeiten leichter herausgeben zu können.